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Dauer 60 Minuten
Ohne Pause
Pandemie sei Dank - Was Seuchen in (Nieder)österreich bewegten: Die Infektionsordnung aus 1540, das Sanatorium in Alland oder die 1. Hochquellenwasserleitung.
Tägliche Fallzahlenberichte, überfüllte Krankenhäuser, Quarantäne, Lockdown und Maskenpflicht - mit Corona verbindet man viele unangenehme Bilder. Doch Seuchen waren historisch wichtige Impulsgeber. Maria Theresia setzte sich für Gratisimpfprogramme gegen die Pocken ein, Wien verdankt der Cholera seine berühmte Trinkwasserqualität, der Tuberkulose den sozialen Wohnbau und weitere Fürsorgeeinrichtungen. Tests in Schulen zur Erkennung der Dunkelziffer von TBC-infizierten Kindern gehörten in den 1920er-Jahren zum Alltag. Hygiene war ein lebenswichtiges Thema, auch wenn der bekannte Retter der Mütter, Ignaz Semmelweis, erst hart um die Anerkennung des Händewaschens und -desinfizierens kämpfen musste.
Daniela Angetter-Pfeiffer ist Historikerin, Germanistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Österreichischen Biographischen Lexikon, verantwortlich für die Fachgebiete Medizin, Militär, Naturwissenschaften, Pädagogik und Sport.
Sie liest aus ihrem Buch „Pandemie sei Dank“ , anschließend beantwortet sie Fragen aus dem Publikum.
In Kooperation mit dem Amalthea Verlag.